Azubiticket wird erweitert -Ausbildungspr├Ąmie kommt

1.  Azubiticket wird erweitert

Zum 1. August wird das Azubiticket f├╝r mehr Jugendliche nutzbar.

Der Freistaat Sachsen und die s├Ąchsischen Verkehrsverb├╝nde erweitern den Kreis der Berechtigten f├╝r das Angebot. Damit k├Ânnen nunmehr alle Auszubildenden, auch die, die ihren Berufsschulort au├čerhalb von Sachsen haben, aber bei einem s├Ąchsischen Betrieb lernen, verg├╝nstigt Bus und Bahn fahren. Zudem k├Ânnen alle Freiwilligendienstleistende ein Azubiticket erwerben. Am Ticket ├Ąndert sich nichts. Es ist weiterhin als Abonnement f├╝r zw├Âlf Monate bei den Verkehrsunternehmen erh├Ąltlich. Das Azubiticket kostet f├╝r einen Verkehrs-verbund 48 Euro pro Monat, jeder weitere Verkehrsverbund kostet zus├Ątzlich f├╝nf Euro pro Monat. Das hei├čt, dass Auszubildende mindestens 576 Euro pro Jahr bezahlen.

Maximal werden 816 Euro f├╝r ein Azubi-Ticket f├Ąllig, das im gesamten Freistaat Sachsen G├╝ltigkeit besitzt. ÔÇ×Die Ausweitung auf all jene Auszubildende, die ihren Berufsschulort au├čerhalb von Sachsen haben, aber bei einem Betrieb in Sachsen lernen, ist ein wichtiger Schritt zur Entlastung und Gleich-stellung der Auszubildenden’: sagt Verkehrsminister Martin Dulig (SPD).

2.  Ausbildungspr├Ąmie kommt

Kleine und mittelst├Ąndische Unternehmen, die ihr Ausbildungsengagement aufrechterhalten oder erh├Âhen, erhalten finanziellen Zuschuss ÔÇô Handwerk fordert b├╝rokratiearme Umsetzung

Die Bundesregierung hat einen Schutzschirm zur Sicherung von Ausbildungspl├Ątzen im Umfang von einer halben Milliarde Euro beschlossen.

ÔÇ×Wir d├╝rfen nicht zulassen, dass die Corona-Pandemie zu einer Krise auf dem Ausbildungs-markt wird’: sagte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU). ÔÇ×Wir m├╝ssen m├Âglichst

allen jungen Menschen eine Chance gebenÔÇť, f├╝gte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hinzu. Kleine und mittlere Unternehmen, die trotz eigener Schwierigkeiten infolge der

Corona-Krise trotzdem weiter ausbildeten, sollten deshalb mit einer einmaligen Ausbildungs-pr├Ąmie von 2.000 oder 3.000 Euro unterst├╝tzt werden. Und bevor ein Unternehmen seine Lehrlinge in Kurzarbeit schicke, ├╝bernehme der Staat 75 Prozent der Ausbildungsverg├╝tung, versicherte er. Auch wer einen Lehrling aus einem insolventen Betrieb ├╝bernimmt, soll mit einer ├ťbernahmepr├Ąmie gef├Ârdert werden. ZDH-Pr├Ąsident Hans-Peter Wollseifer begr├╝├čte den Beschluss. Jetzt m├╝ssten die verabredeten Ma├čnahmen nur noch ÔÇ×zeitnah, zielgenau und b├╝rokratiearm” bei den Ausbildungsbetrieben ankommen.

Auszahlung nach Ende der Probezeit

Nach den Eckpunkten sollen Unternehmen mit bis zu 249 Besch├Ąftigten eine einmalige Ausbildungspr├Ąmie von 2.000 Euro f├╝r jeden f├╝r das Ausbildungsjahr 2020 neu abge-schlossenen Ausbildungsvertrag erhalten, wenn sie trotz coronabedingter Schwierigkeiten die Zahl ihrer Lehrstellen im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen drei Jahre konstant halten. Stellen sie noch mehr Lehrlinge ein, soll es f├╝r jeden zus├Ątzlichen Auszubildenden 3.000 ÔéČ mehr geben. Ausbezahlt werden soll das Geld nach dem Abschluss der Probezeit. Dar├╝ber hinaus sollen diejenigen Unternehmen, die einen Auszubildenden aus einem Corona-bedingt insolventen Betrieb ├╝bernehmen eine ├ťbernahmepr├Ąmie von

3.000 Euro bekommen.

Finanzielle Hilfen soll es bis Mitte n├Ąchsten Jahres auch f├╝r die sogenannte Auftrags- oder Verbundausbildung geben: Immer dann, wenn ein Betrieb aufgrund der Corona-Krise die Ausbildung tempor├Ąr nicht fortsetzen kann, sollen andere Betriebe, ├╝berbetriebliche Bildungsst├Ątten oder andere etablierte Ausbildungsdienstleister, die zeitlich befristet die Ausbildung ├╝bernehmen, gef├Ârdert werden.

Praktika werden nicht finanziell gef├Ârdert

Wer Kurzarbeit von Lehrlingen vermeidet, soll ebenfalls finanzielle Hilfe erhalten. Wer als Ausbildungsbetrieb trotz erheblichen Arbeitsausfalles (mindestens 50 Prozent) seiner

Ausbildungsaktivit├Ąt weiter fortsetzt, f├╝r den sollen 75 Prozent der Brutto-Ausbildungs-verg├╝tung f├╝r die betreffenden Monate ├╝bernommen werden. Diese Regelung soll bis Ende

2020 gelten. Unterst├╝tzt werden sollen Betriebe, die in einem anerkannten Ausbildungsberuf ausbilden.

Nicht gef├Ârdert werden Praktika.

Antragsberechtigt sind laut federf├╝hrendem Bundesbildungsministerium kleine und mittlere Unternehmen, die durch die Covid-19-Krise ÔÇ×in erheblichem Umfang” betroffen sind. Dies sei dann der Fall, wenn es im Betrieb im ersten Halbjahr mindestens einen Monat Kurzarbeit gegeben habe oder der Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 um durchschnittlich mindestens 60 Prozent gegen├╝ber den Vorjahresmonaten eingebrochen sei. Bei Unter-nehmen, die nach April 2019 gegr├╝ndet wurden, seien die Monate November und Dezember 2019 zum Vergleich heranzuziehen.

Das passt nicht ├╝berall. ÔÇ×W├Ąhrend die kundennahen Dienstleistungshandwerke durch die Betriebsschlie├čungen direkt von M├Ąrz bis Mai wirtschaftlich intensiv betroffen waren,

bef├╝rchten wir f├╝r die Bau- und Ausbauhandwerke wegen ausbleibender Auftr├Ąge erst in den kommenden Monaten konjunkturelle AuswirkungenÔÇť, gab Wollseifer schon fr├╝her zu bedenken.

Weitere Informationen: www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/bundesprogramm-ausbildungsplaetze-sichern

Antrag auf Ausbildungspr├Ąmie: www.arbeitsagentur.de/datei/antrag-auf-ausbildungspraemie-und-ausbildungspraemie-plus_ba146592.pdf

Weitere Infos

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