Bericht eines Junggesellen, der sich auf eine andere Art der Walz befindet ÔÇô Teil 5

Herzlich Willkommen zur├╝ck!

Wie bereits im letzten Bericht erw├Ąhnt, erz├Ąhle ich Ihn nun was wir als n├Ąchstes auf dieser Passstra├če erlebt haben.
Wir schliefen eine Nacht in den Bergen und machten uns am n├Ąchsten Tag auf den Weg zu einem wundersch├Ânen, ruhig gelegenen Wasserfall.

Nach einem kleinen Fu├čmarsch entlang der Felsw├Ąnde erreichten wir endlich den besagten Wasserfall (Bild 1). Von dem Anblick des Wasserfalls begeistert entschieden wir uns den Gewalten der Natur noch n├Ąher zu kommen und gingen in dem Eiswasser Baden. Fasziniert und erfrischt gingen wir zur├╝ck zum Auto und setzten unsere Reise nach Lugo fort, wo wir die Stadt auf ihren alten Stadtmauern umrundeten. Weiter ging es dann ├╝ber weites Land durch Nordspanien immer in Richtung Santiago de Compostela.

Auf Bild 2 sehen sie die ber├╝hmte Cathedral de Santiago, bei der die Jakobswege Europas enden, weshalb sich auf ihrem Vorplatz viele Pilgerer versammelten und sich ├╝ber die Vollendung ihres Pilgerweges freuten. Auch wir freuten uns, dieses bedeutete Ziel auf unserer Reise erreicht zu haben.
Als wir in Santiago den Stadtbummel beendet hatten und lecker essen waren, brachen wir in Richtung westliche Atlantikk├╝ste auf, um die Zeit in der Sonne und am Strand weiter zu genie├čen. Bei einem Blick auf das Regenradar stellten wir fest, dass uns eine k├╝hlere Regenfront erwartet. Also suchten wir nach Alternativen, um das schlechte Wetter zu ├╝berbr├╝cken.
Kurzer Hand beschlossen wir uns auf den Weg nach Ourense, zu den hei├čen Quellen zu machen. Gesagt, getan! Dort angekommen stiegen wir aus dem Camper und vernahmen den Geruch von gegrilltem Fleisch. Immer der Nase nach kamen wir zu einem ├╝berdachten Marktplatz, auf dem man sich frisch gegrilltes Fleisch kaufen und essen konnte (Bild 3) Vom Hunger gepackt schlugen wir uns die B├Ąuche voll und genossen die spanische Kultur. Frisch gest├Ąrkt schnappten wir uns unsere Badesachen und gingen zu den liebevoll angelegen Natursteinbecken, in die sich die hei├čen Quellen ergossen (Bild 4). Wie wir dort ankamen schlug das Wetter auch tats├Ąchlich um und wir erfreuten uns an den k├╝hlen Regentropfen, w├Ąhrend wir die W├Ąrme der Quellen genossen.

Als der Abend nahte, suchten wir nach einem geeigneten Platz f├╝r die Nacht und gingen entspannt und durchw├Ąrmt ins Bett. Am n├Ąchsten Tag schauten wir aus dem Fenster und stellten fest, dass sich das Wetter nicht verbessert hatte. Also fuhren wir weiter zur n├Ąchsten Quelle, nahmen ebenfalls ein Bad und fuhren anschlie├čend weiter zu einer besonders sch├Ânen Quelle. Diese offenbarte sich als altes r├Âmisches Bad mit steinernen Badewannen und gro├čen Schwimmbecken (Bild 5). Mit dem Ende der Regenperiode verlie├čen wir auch diese Anlage und fuhren ├╝ber die Grenze zu Portugal und bis nach Porto. Dort angekommen suchten wir uns einen Campingplatz f├╝r die kommende Nacht und somit auch einen Stellplatz f├╝r das kommende Wochenende.

Da ich mich im Juni als Landessieger von Sachsen f├╝r den Bundesausscheid Qualifiziert habe, wollte ich nun auch an diesem Teilnehmen. So flog ich f├╝r dieses Wochenende zur├╝ck Deutschland, um dort im sch├Ânen Northeim am Bundesleistungswettbewerb teilzunehmen. Ich reiste also mit dem Flieger von Porto nach Frankfurt, um dann mit dem Zug in Northeim anzukommen. Dort legte ich mich abends, ersch├Âpft von der Reise, ins Bett und war gespannt auf den n├Ąchsten Tag.

Am n├Ąchsten Morgen trafen sich die Teilnehmer, wie vereinbart im Bundesfachzentrum f├╝r Metall und wir bekamen eine Einweisung in die Werkst├Ątten und die Maschinen, die uns zur Verf├╝gung standen. Nach kurzer Erkl├Ąrung wussten alle Teilnehmer Bescheid und der Wettbewerb konnte beginnen. Das Pr├╝fungsst├╝ck des praktischen Teils war ein T├╝rstopper mit Gummipuffer und Feder, welcher verhindern soll, dass eine T├╝r beim Aufschlagen gegen die Wand prallt. Im theoretischen Teil mussten wir dann vorhandene Schwei├čn├Ąhte bewerten und aufschreiben, welche Besonderheiten uns auffallen. Im letzten Teil des Wettbewerbs mussten wir uns eine gewisse pneumatische Steuerung ausdenken, aufbauen und den entsprechenden Schaltplan dazu aufschreiben. Als alle fertig waren und die Pr├╝fung beendet hatten wurden wir zu einem Bowlingabend eingeladen. Dieser war sehr locker und am├╝sant, da nun die Anspannung gro├čenteils weg war und jeder von sich und seiner Heimat erz├Ąhlte. Am folgenden Tag fand dann die Siegerehrung in der Stadthalle Northeim statt, bei der ich den 3. Platz erreicht habe (Bild 6). Es war einfach ein tolles Gef├╝hl tats├Ąchlich die Medaille in der Hand zu halten.
Danach schlief ich noch eine Nacht in der Jugendherberge und machte mich anschlie├čend auf den R├╝ckweg nach Porto.

Im S├╝den angekommen traf ich auf meine weiter geschrumpfte Reisegruppe, die leider in meiner Abwesenheit krank geworden war. Also erkundete ich Porto alleine mit dem Fahrrad und schaute mir die tal├╝berspannende Stahlbr├╝cke, sowie die Altstadt, die Kathedrale und alles Sehenswerte der Stadt an (Bild 7).

Nach einer weiteren Nacht auf dem Campingplatz in Porto, packten wir unsere Sachen und fuhren weiter nach Nazar├ę, um uns dort die Meter hohen Wellen anzuschauen (Bild 8). Wahnsinn wie viel Energie das Meer aufbringen kann. Anschlie├čend ging es weiter bis kurz vor Lissabon. Dort besuchten wir einen Nationalpark voller Burgen und Schl├Âsser. ├ähnlich wie das Schloss Neuschwanstein, stand dieses Schloss auf einem Berg und ├╝berthronte das weite Land (Bild 9). Ich staunte dar├╝ber, mit wieviel Details und Verzierungen die Geb├Ąude verziert waren und wieviel Zeit und Handwerkliches Geschick daf├╝r notwendig gewesen sein muss. Am n├Ąchsten Tag fuhren wir weiter bis auf einen Parkplatz direkt an einer U-Bahnstation, um von dort mit der Bahn bis ins Zentrum von Lissabon zu gelangen. Auf Bild 10 sehen Sie eine typische Stra├čenbahn von Lissabon, welche die Unterstadt mit der Oberstadt per Schienen verbindet. Auf dem n├Ąchsten Bild (11) ist der Aufzug zu sehen, welcher die beiden Stadth├Ąlften ebenfalls verbindet. In Lissabon machten wir dann noch einen Stadtbummel (Bild 12) und schliefen eine Nacht direkt dort auf dem Parkplatz, nahe der U-Bahnstation.

Am n├Ąchsten Tag ging es dann weiter an die wundersch├Ânen Surfstr├Ąnde in Sines. Dort liehen wir uns die entsprechende Ausr├╝stung aus, genossen das sch├Âne Wetter und surften auf den Wellen (Bild 13). V├Âllig ersch├Âpft fielen wir am Abend ins Bett, um am n├Ąchsten Tag weiter nach Sagres zu fahren.

Dort besuchten wir die Felsenklippen und die Brandung, an den die Wellen des Atlantiks mit voller Kraft zerschmetterten (Bild 14). Wir schliefen eine Nacht an dieser K├╝ste, bevor wir unsere Reise nach Lagos fortsetzten. In Lagos liehen wir uns erneut Surfausr├╝stung aus und versuchten ebenfalls die Wellen zu reiten. Den 1. Advent verbrachten wir nach dem Surfen bei herrlichem Sonnenschein am Strand (Bild 15).

Als auch dieser Tag vor├╝ber war beschlossen wir etwas im Landesinneren zu unternehmen. Hier machten wir eine Wanderung durch ein mit Korkw├Ąldern bewachsenes Gebirge, bis wir am Gipfel, bei sehr starkem Wind, auf diesen wackligen Aussichtsturm stie├čen (Bild 16).

Weiter ging es dann nach Faro, wo wir nur einen kleinen Zwischenstopp machten, um uns ein wenig die Stadt anzuschauen (Bild 17). Auf meiner Hand balanciere ich eine frisch geerntete Orange von einem der Stra├čenb├Ąume.

Zeitnah ging es dann immer weiter weg von der K├╝ste in Richtung Sevilla. Nachdem wir endlich einen sicheren Parkplatz gefunden hatten, schauten wir uns die Stadt bei sommerlichen Temperaturen an. Auf Bild 18 sehen Sie die Kathedrale von Sevilla mit den vollen Orangenb├Ąumen im Vordergrund. Auf dem n├Ąchsten Bild (19) den Plaza de Espan├ú mit seinem imposanten Springbrunnen.

Wie ich dann noch bis Gibraltar komme und wie sich meine Reise an der Mittelmeerk├╝ste fortsetzt erfahren sie dann im n├Ąchsten Bericht.

Viele liebe Gr├╝├če w├╝nscht ihnen ihr Tobias.

Weitere Infos

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Am Samstag, den 17.09.2022 haben sich 108 Aussteller aus der Region zur Ausbildungsmesse ÔÇ×MAKERZÔÇť in der Silberlandhalle Annaberg-Buchholz pr├Ąsentiert. Auch die Schlosser-, Schmiede- und Maschinenbauerinnung

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