Bericht eines Junggesellen, der sich auf eine andere Art der Walz befindet – Teil 7

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

nachdem ich das Jahr mit meinen Freunden und der Familie ausklingen lassen habe und in das neue Jahr gestartet bin hatte sich meine Liste mit Aufträgen bereits gefüllt.

So startete 2023 für mich mit einigen Schweißarbeiten für meinen großen Bruder, der einen stabilen Maschinentisch sowie eine Umhausung für eine Fräse brauchte. In Zusammenarbeit mit ihm schnitten wir die Quadratrohrprofile auf die erforderliche Länge und verschweißten alles wie geplant miteinander. Anschließend wurden die Schweißnähte verputzt und das Gestell gestrichen. Auf den ersten Bildern (1,2,3) sehen Sie das Gestell, welches letztendlich ganze 80 kg wog.

Auch an meinem Camper habe ich, bevor ich ins verschneite Österreich aufbrach, einige Kleinigkeiten optimiert. Dazu zählt das Fertigen einer Konstruktion für die Wäscheleine, das Anbringen von Kleiderhaken und das Ersetzen einiger Teile, die während der Reise kaputt gegangen sind. Auch das Surfbrett wurde in der Heimat gelassen und durch meine Ski ersetzt (Bild 4). Ebenfalls habe ich meine dünne Sommerbettdecke gegen eine warme ausgetauscht und mir eine elektrische Wärmedecke eingepackt, mit der es auch in den kältesten Nächten warm ist. Während meiner bisher vergangenen Reise stellte ich fest, dass mein Sortiersystem in den Schränken noch nicht optimal war. Daher habe ich mir einige Körbe besorgt, die perfekt in die Schränke passen und somit das Problem behoben.

Natürlich durfte vor der Abfahrt eine letzte gründliche Reinigung nicht fehlen und dann ging es auch schon wieder los. Ich habe mich von meiner Familie und meinen Freunden verabschiedet und mir als Ziel für die erste Etappe München gesetzt. Dort habe ich, wie auch vor Weihnachten, eine Nacht bei Verwandten übernachtet. Da der Wetterbericht Schnee garantierte war es am nächsten Tag meine Aufgabe, mir neue Schneeketten für den Camper zu besorgen. Bei sämtlichen Autohäusern in München versuchte ich passende Ketten zu bekommen. Dies dauerte allerdings länger als gedacht und so fuhr ich erst gegen Nachmittag Richtung Österreich los.

Durch viel Schneegestöber und fallende Temperaturen kämpfte ich mich durch die Täler der Alpen und kam am Abend letztendlich in Saalbach an. Ich suchte mir einen abgelegenen ruhigen Schlafplatz und blieb dort für die erste Nacht stehen.

Am nächsten Tag fand in Saalbach der Mountain Attack Marathon statt. Dabei mussten die Teilnehmer mit ihren Touren Ski eine Runde über die umliegenden Berge meistern (Bild 5) Für alle Zuschauer war an diesem Tag die Benutzung der Bergbahn zu einem der Berggipfel kostenfrei. Daher beschloss ich auf den Berg zu fahren und die Athleten beim Erreichen des Gipfels kräftig anzufeuern (Bild 6).  Am Abend war die Siegerehrung und anschließende Feierstunde für die Teilnehmer des Marathons (Bild 7). Nach der Veranstaltung suchte ich mir erneut einen Stellplatz für die Nacht und stieß dabei auf eine kostenfreie Ladesäule mit dem richtigen Anschluss für meinen Camper (Bild 8). Somit bestand für mich die Möglichkeit, auf meinem elektrischen Kochfeld zu kochen, sowie mein Auto mittels eines Heizlüfters etwas aufzuwärmen. Frisch gestärkt und aufgewärmt fiel ich dann in den Schlaf.

Über die Nacht schneite es ca. 15 cm Neuschnee und ich beschloss, an diesem Tag eine Winterwanderung von Saalbach nach Hinterglemm zu unternehmen (Bild 9). Als ich gegen Nachmittag wieder zurück in Saalbach war, stellte ich mich an den Pistenrand, um den Raupen beim Planieren zuzuschauen (Bild 10). Diese Maschinen begeistern mich schon seit langer Zeit und es ist immer wieder spannend zu sehen, wie sie die steilen Skihänge ohne Probleme hinauf und hinunter fahren und dabei alles so wunderbar glatt machen. In mir wuchs der Wunsch eine Arbeitsschicht mitzuerleben. Nach einigen Gesprächen mit der Verwaltung habe ich die Zustimmung bekommen und durfte am Abend bei einer Raupe mitfahren. Ich freute mich riesig und beschloss die Zeit bis dahin mit einem kleinen Spaziergang durch den Märchenwald zu überbrücken (Bild 11). Als es endlich 16 Uhr war, setzte ich mich in die letzte Gondel zur Mittelstation, wo die Garagen der Pistenraupen sind. Nach letzten Vorbereitungen an den Fahrzeugen war es dann endlich soweit, die Arbeit konnte beginnen und die Raupen rückten aus (Bild 12). Bis 22 Uhr haben die 600 Ps starken Geräte gebraucht, die insgesamt 153 Hektar Piste zu präparieren und für den nächsten Skitag vorzubereiten (Bild 13). Voller neuer Eindrücke und schönen Erinnerungen verabschiedete ich mich von dem Raupenfahrer und ging zurück zu meinem Camper.

Am darauffolgenden Tag kaufte ich mir ein Skiticket, schnallte mir die Skier an und fuhr auf den frisch präparierten Hängen ins Tal hinab (Bild 14). Was für eine Freude!

Als nächstes machte ich mich auf den Weg nach Innsbruck, um mich dort mit einem jungen Unternehmer zu treffen, mit ihm zu reden und diverse Erfahrungswerte auszutauschen. Außerdem zeigte er mir einige Sehenswürdigkeiten der Stadt unter anderem das goldene Dach und die Hofburg von Innsbruck (Bild 15).

Nach dem Ausflug nach Innsbruck, fuhr ich wieder zurück, da mich meine Freunde aus der Heimat für eine Woche Skiurlaub in Saalbach besuchten. Gemeinsam verbrachten wir schöne Tage auf der Piste bei guten sowie weniger gutem Wetter und genossen die Zeit als Gruppe.

Somit ging der Januar voller schöner Erlebnisse und Erfahrungen zu Ende und ich freute mich schon auf den Februar. Welche Interessanten Dinge ich in diesem Monat Erkunde und welche Kontakte ich während eines Faschingsballs knüpfe erfahren sie im nächsten Reisebericht.

Liebe GrĂĽĂźe und bis dahin

Tobias Uhlig.

Weitere Infos

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